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Neuer Integrationsbetrieb ASH-Sprungbrett: Professionelle Dienstleistung durch Menschen mit und ohne Handicap - 10.9.2010

Neuer Integrationsbetrieb ASH-Sprungbrett: Professionelle Dienstleistung durch Menschen mit und ohne Handicap - 10.9.2010
Bericht - Teil 1

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Neuer Integrationsbetrieb ASH-Sprungbrett: Professionelle Dienstleistung durch Menschen mit und ohne Handicap - 10.9.2010

LVR und Land NRW fördern drei neue Arbeitsplätze für schwerbehinderte Menschen mit 60.000 Euro Zuschuss zu Investitionen / Dienstleistungen im Garten- und Landschaftsbau sowie rund ums Haus

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) fördert die neu gegründete ASH-Sprungbrett Integrationsbetrieb gGmbH in Kerpen mit einem Investitionskosten- zuschuss von 60.000 Euro.

Neuer Integrationsbetrieb ASH-Sprungbrett: Professionelle Dienstleistung durch Menschen mit und ohne Handicap - 10.9.2010
Neuer Integrationsbetrieb ASH-Sprungbrett: Professionelle Dienstleistung durch Menschen mit und ohne Handicap - 10.9.2010

Das Unternehmen ist eine Gründung des Vereins ASH-Sprungbrett, der seit 25 Jahren in den Bereichen Arbeitsförderung und Jugendhilfe im Rhein-Erft-Kreis aktiv ist. Mit der jetzt geschaffenen Gesellschaft, die vom LVR offiziell als Integrationsunternehmen anerkannt worden ist, sollen berufliche Perspektiven für junge Menschen mit Behinderung geschaffen werden.

In einem ersten Schritt werden auf den Geschäftsfeldern Garten- und Landschaftsbau sowie Hausmeister-Dienstleistungen insgesamt sechs neue Arbeitsplätze geschaffen, drei davon für Menschen mit Behinderung. Die nötigen Investitionen für die Schaffung dieser drei Arbeitsplätze fördern das Land Nordrhein-Westfalen und der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit insgesamt 60 000 Euro - je zur Hälfte aus Mitteln des LVR-Integrationsamtes und des Landesprogramms "Integration unternehmen!". Der LVR leistet darüber hinaus laufende Zuschüsse zu den Personalkosten der schwerbehinderten Beschäftigten.

Integrationsunternehmen sind ganz normale, wirtschaftlich selbstständige Unternehmen, die sich auf dem Markt behaupten müssen. Zum wirtschaftlichen Betriebszweck kommt jedoch noch der soziale Anspruch, Menschen mit Behinderung eine berufliche Perspektive zu geben", erläuterte der Vertreter des LVR-Integrationsamtes, Dieter Schartmann.

Integrationsunternehmen beschäftigen mindestens 25 Prozent schwer behinderter Menschen - bei ASH-Sprungbrett sind es 50 Prozent. Der damit verbundene besondere Aufwand werde durch regelmäßige Zuschüsse zu den Personalkosten ausgeglichen. Eine solche Förderung stünde aber grundsätzlich allen Arbeitgebern offen, die Menschen mit Handicap einstellen, betonte Schartmann: "Nachahmung ist ausdrücklich erwünscht!"

Die ASH-Sprungbrett gGmbH ist das vierte Integrationsunternehmen im Rhein-Erft-Kreis. Rheinlandweit arbeiten in den rund 70 Integrationsunternehmen derzeit insgesamt rund 1.800 Menschen; die Hälfte von ihnen sind Frauen und Männer mit einer Schwerbehinderung. Als schwerbehindert werden Menschen bezeichnet, die einen amtlich anerkannten Grad der Behinderung von 50 oder mehr haben.

Gemeinsam mit dem Land NRW und dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hatte der LVR Mitte 2008 das Programm "Integration unternehmen!" aufgelegt, mit dessen Hilfe bis Ende 2010 landesweit 1.000 neue Arbeitsplätze für Menschen mit schwerer Behinderung in Integrationsprojekten geschaffen werden sollen.

Zur Förderung dieser und anderer Unternehmen verwendet der LVR Mittel aus der Ausgleichsabgabe, die von den Unternehmen gezahlt werden muss, die keine oder zuwenig Menschen mit Behinderung beschäftigen. Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten sind gesetzlich verpflichtet, fünf Prozent der Arbeitsplätze mit Menschen mit Behinderung zu besetzen. Wer dieser Verpflichtung nicht nachkommt zahlt eine Ausgleichsabgabe.

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